Maria und Marta

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Marta forderte Jesus dazu auf, Maria zu rügen und Jesus Antwortet das Maria das gute gewählt hat.


-In welchen Zusammenhang steht der Text?

Marta und Maria: Zwischen Dienstbarkeit und Stille


Die Bibel schildert uns Marta als eine Frau, die sich viel Mühe und Arbeit machte.

Erkennen wir uns darin nicht oft selbst wieder? Sind wir nicht alle manchmal eine „Marta“? Wir verstricken uns im Alltag, mühen uns mit unzähligen Dingen ab und tragen die Last von Sorge und Pflichtgefühl auf unseren Schultern.


Oft dient man so sehr, dass die Kraft schwindet. Während andere scheinbar entspannt „zu Tisch sitzen“, ist man selbst ununterbrochen im Einsatz. Dieser Zustand führt nicht selten zur Erschöpfung: Wir werden mutlos, fühlen uns ausgebrannt und sind versucht, den Dienst für den Herrn komplett über Bord zu werfen – einfach, weil wir nicht mehr können.


Doch blicken wir auf die Bedeutung des Namens: Marta leitet sich vom Aramäischen ab und bedeutet „Herrin“ oder „Gebieterin“. Dies wirft ein interessantes Licht auf das christliche Verständnis von Führung. Wer eine leitende Position einnimmt, soll als Vorbild dienen. Wahre Größe zeigt sich im Christentum nicht durch Herrschaft, sondern durch Dienst – so wie Jesus selbst seinen Jüngern die Füße wusch. Wer führen will, muss bereit sein, anderen viel zu dienen.


Gleichzeitig erinnert uns die Erzählung an Maria. Sie traf eine bewusste Entscheidung: Sie wählte den „guten Teil“, indem sie sich zu den Füßen Jesu setzte und seinen Worten lauschte.

Wir haben die Wahl: Wenn wir Verantwortung übernehmen, müssen wir uns der Last des Dienstes bewusst sein. Doch wir dürfen dabei nicht vergessen, dass wir auch das Recht haben, eine „Maria“ zu sein – innezuhalten, zuzuhören und Kraft an der Quelle zu schöpfen, bevor uns die Sorgen des Alltags erdrücken.


-Was steht vorher und nachher?


-Welche Personen kommen vor? Wie sind sie? Was tun sie?

Marta, Maria und Jesus und Gäste


-Was in diesem Textabschnitt ist für dich überraschend, schwer zu verständlich oder neu?

Ich finde es interessant, wie oft wollen wir eine Führungspersönlichkeit sein, aber wollen führen in weltlicher Sichtweise nicht aber eines wahren Christen.


-Was sagt dieser Bibelabschnitt über Gott bzw. Jesus und den Erlösungsplan aus?

Die größte Führungspersönlichkeit nämlich der Herr des Universums hat uns gedient, und einem solchen Vorbild sollen wir folgen.


Lukas 10,38-42
38 Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. (…in dem eine Frau mit Namen Marta sie in ihr Haus einlud)

39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.

40 Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihnen zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll!

41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.

42 Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.


Einer der treuesten Anhänger von Jesus war Lazarus aus Betanien. Von ihrer ersten Begegnung an glaubte er fest an Christus und seine Liebe zu ihm war innig. Auch Jesus hatte ihn sehr lieb. Für ihn vollbrachte er das größte seiner Wunder. Der Erlöser segnete alle, die seine Hilfe suchten. Er liebte alle Menschen, doch mit einigen verband ihn eine besonders innige Freundschaft. Die Familie in Betanien war ihm in besonders herzlicher Liebe zugetan, und für einen von ihnen vollbrachte Jesus seine wunderbarste Tat.


Im Heim von Lazarus hatte Jesus oft Ruhe gefunden, denn er selbst besaß kein eigenes Zuhause. Er war auf die Gastfreundschaft seiner Freunde und Jünger angewiesen. Und oft, wenn er erschöpft war und sich nach Gemeinschaft sehnte, war er froh, Zuflucht in diesem friedlichen Heim zu finden, weg vom Argwohn und Neid der bösartigen Pharisäer. Hier wurde er herzlich willkommen geheißen. Die ihm entgegengebrachte Freundschaft war echt und tief. Hier konnte er in aller Einfachheit und Freiheit reden, mit der Gewissheit, dass seine Worte verstanden und geschätzt wurden.


Unser Erlöser schätzte ein ruhiges Zuhause und interessierte Zuhörer. Er sehnte sich nach menschlicher Wärme, Höflichkeit und Zuneigung. Stets war er bereit, Menschen mit der guten Botschaft vom Himmel zu beschenken. Wer sie aufnahm, wurde reich gesegnet. Während die Menge Christus durch die weiten Felder nachfolgte, enthüllte er vor ihnen die Schönheiten der Natur. Er versuchte ihren Blick zu öffnen, damit sie erkannten, wie Gottes Hand die Welt erhält. Damit sie Gottes Güte und Wohlwollen schätzen lernten, lenkte er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer auf den Tau, der sich leise niederlegte, auf den milden Regen und die leuchtenden Sonnenstrahlen, die gleichermaßen über Gut und Böse scheinen. Er wünschte sich, dass die Menschen besser erkennen würden, wie groß Gottes Anteilnahme an seinen Geschöpfen ist. Doch die Menge war schwer von Begriff, und im Heim von Betanien fand Christus Ruhe nach den ermüdenden Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit. Hier enthüllte er den verständnisvollen Zuhörern den Umfang der göttlichen Vorsehung. In diesen persönlichen Gesprächen legte er Dinge offen, die er der bunt zusammengewürfelten Menge nicht mitzuteilen versuchte. Bei seinen Freunden war es nicht nötig, in Gleichnissen zu reden.


Während Christus seine wunderbaren Lehren vorbrachte, saß Maria zu seinen Füßen und hörte andächtig und hingebungsvoll zu. Einmal ging Marta, die mit der Sorge um die Vorbereitung des Essens beschäftigt war, zu Jesus und sagte: »Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die Bewirtung mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie solle mir zur Hand gehen!« (Lukas 10,40b ZÜ) Dies geschah, als Jesus zum ersten Mal in Betanien zu Besuch war. Er und seine Jünger hatten gerade einen beschwerlichen Fußmarsch aus Jericho hinter sich. Marta war sehr um deren Wohlergehen besorgt, vergaß jedoch in all ihren Bemühungen, ihrem Gast die gebührende Höflichkeit entgegenzubringen. Jesus antwortete ihr freundlich und mit Geduld: »Marta, Marta, du sorgst und mühst dich um vieles; doch eines ist nötig: Maria hat das gute Teil erwählt; das soll ihr nicht genommen werden.« (Lukas 10,41.42 ZÜ) Maria nahm die kostbaren Worte aus dem Mund des Erlösers in sich auf. Sie bedeuteten ihr mehr als die wertvollsten Juwelen der Welt.


Das Eine, das Marta fehlte, waren ein ruhiger, andächtiger Geist und ein tieferes Verlangen, mehr über die Zukunft, das ewige Leben und Gottes Gnade, die für das geistliche Wachstum notwendig ist, zu wissen. Sie hätte sich mehr um ewige statt um vergängliche Dinge sorgen sollen. Jesus wollte seine Kinder lehren, jede Gelegenheit zu ergreifen, um sich jenes Wissen anzueignen, das ihnen Heil verschafft. Für Gottes Sache braucht es gewissenhafte und kraftvolle Arbeiter. Es gibt ein großes Wirkungsfeld für alle »Martas«, die sich eifrig um religiöse Belange kümmern. Doch zuerst sollten sie mit Maria zu den Füßen des Heilandes sitzen! Eifer, Bereitwilligkeit und Tatkraft müssen durch die göttliche Gnade geheiligt werden. Dann wird das Leben eine unüberwindbare Kraft für das Gute sein.

FRAGEN:


-Welche Aktivitäten sind wohl damit verbunden gewesen, wenn beschrieben wird, dass Marta Jesus in ihr Haus aufnahm?

-Welche Bedeutung steckt in der Aussage, dass Maria sich zu den Füßen Jesu setze?

-Welche Aussagen über die Persönlichkeit der beiden Schwestern lässt der Text zu?

-Ist der Vorwurf Martas nachvollziehbar?

ANWENDEN:

-Welche der beiden Schwestern entspricht eher deinem Naturell?

-Einsatz für andere: Wo hat er seine Grenzen?


-Tendierst du dazu, viel Einsatz für andere zu zeigen und dafür auf deine eigenen Bedürfnisse zu vergessen?


-Was ist richtige Motivation, anderen zu dienen? Gibt es auch eine falsche?


-Wenn du Marta gewesen wärst: Was wäre deine Reaktion auf die Kritik von Jesus gewesen


ICH MÖCHTE IN DEN NÄCHSTEN 7 TAGEN FOLGENDES AUSPROBIEREN:




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