Zachäus
TRAU DICH/DIE ZWEITE CHANCE
1 Und er ging nach Jericho hinein und zog hindurch. (Jericho war damals eine große Handeslstadt)
2 Und siehe, da war ein Mann mit Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich.
3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. (Er begehrte Jesus zu sehen, die Bibel sagt er war Reich und zeigt im Wort Gottes immer darauf hin, welche Gefahren gerade der Reichtum bringen können, aber bei Gott ist alles möglich)
4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen.
(ein Reicher Mensch steigt auf einen Maulbeerfeigenbaum um Jesus zu sehen, er demütigt und erniedrigt sich gerade vor allen Menschen, gerade Menschen, Juden, die die Zöllner so sehr hassen, weil sie ihr eigenes Volk verraten haben bei den Römern und nicht nur dass, sondern er beraubt sie auch noch)
5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
Zachäus war von der Liebe und Zuneigung, die Jesus ihm, dem Unwürdigen entgegenbrachte, überwältigt und sehr verwundert; und er stummte. Nur die Liebe und Ergebenheit gegenüber seinem neugefunden Meister öffneten ihm die Lippen. Er wollt Bekenntnis und seine Reue allen kundtun.
6 Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden.
7 Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: Bei einem Sünder ist er eingekehrt.
(Die Schriftgelehrten erkannten durchd as Murren nicht, welchen tatsächlichen Auftrag sie haben, nämlich gerade solchen Menschen die Hoffnung zu bringen, anziehend zu sein, auch wir sollten eine solche Anziehung auf Menschen haben, auch wir sollten eine solche Vergebungsbereitschaft haben)
8 Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
(hier kann man wieder sehr gut sehen, dass jeder zu Jesus kommen darf, auch Menschen die von anderen ausgestoßen sind, finden bei Jesus einen Platz, auch der kleine Betrüger Zachäus durfte zu Jesus kommen)
9 Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams.
10 Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
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Gleichzustellen wie erreichen wir sündige Menschen?
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(EGW beschreibt, dass er überwältigt war:
Die Geschichte von Zachäus aus der Bibel (Lukas 19, 1–10) zeigt perfekt beide Seiten des Überwältigtseins: zuerst die völlige soziale und psychische Überlastung, danach die tiefe, lebensverändernde positive Ergriffenheit. Der reiche Oberzöllner erlebt innerhalb kürzester Zeit den extremen Wechsel von Ohnmacht zu purer Dankbarkeit.
1. Das negative Überwältigtsein: Die Wand aus Menschen und Schuld Zachäus ist isoliert und steht unter enormem Druck, was sich in der biblischen Erzählung sowohl psychisch als auch physisch zeigt:Die soziale Isolation: Als Oberzöllner arbeitet er für die römischen Besatzer.
Das Bibelwissenschaft-
Die physische Barriere: Er ist klein und die Menschenmenge versperrt ihm den Blick auf Jesus. Er wird sprichwörtlich von der Masse erdrückt und überrannt.
Die Ohnmacht: Er schafft es aus eigener Kraft nicht, die Situation zu kontrollieren. Diese Hilflosigkeit zwingt ihn zu einer verzweifelten, für einen reichen Mann damals absolut würdelosen Aktion: Er klettert auf einen Maulbeerfeigenbaum.
2. Das positive Überwältigtsein: Die radikale AnnahmeAls Jesus am Baum ankommt, blickt er nach oben und ruft Zachäus beim Namen. In diesem Moment kippt das Gefühl der Überforderung in eine überwältigende positive Ergriffenheit:
Das Gesehenwerden: Jesus ignoriert die wütende Menge und fokussiert sich nur auf den Außenseiter.
Die bedingungslose Annahme: Jesus fordert Zachäus auf, schnell herunterzukommen, weil er heute in seinem Haus zu Gast sein will. Laut dem Text der Deutschen Bibelgesellschaft nimmt Zachäus ihn daraufhin „mit Freuden“ auf.Die emotionale Reaktion:
Diese unerwartete Liebe und Wertschätzung trifft Zachäus so tief, dass er augenblicklich sein ganzes Leben umkrempelt. Er verschenkt die Hälfte seines Besitzes und gibt Betrogenen das Vierfache zurück – eine direkte Folge davon, psychisch von Gutmütigkeit komplett überrollt worden zu sein.
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Ich sehe hier zwei Aspekte, der eine ist es, dass ich gut dastehen möchte, weil es mir wichtig ist, wie sehen mich die anderen, und der andere Aspekt ist es, es tut mir leid, ich möchte das was ich gemacht habe wieder gut machen!
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Es war Johannes der Täufer, der genau die Zöllner ansprach, und Zachäus nahm diese Worte damals von Johannes auf und diese Worte arbeiteten im Herzen des Zöllners.
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Welche Darseinsberechtigung hatten sie? Die Schriftgelehrten und Pharisäer hatten ja genau diesen Auftrag von Gott bekommen, die Schafe zu weiden gerade die Verlorenen, sollten sie wieder zurück gewinnen.
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Zachäus LJ 544 Auf der Grundlage von Lukas 19,1-
Auf dem Wege nach Jerusalem zog Jesus durch Jericho. Diese Stadt lag inmitten einer tropischen Vegetation von üppiger Schönheit, einige Kilometer vom Jordan entfernt am westlichen Rande des Tales, das sich hier zu einer Ebene ausweitet. Mit ihren Palmen und den von quellenden Brunnen bewässerten fruchtreichen Gärten leuchtete die von Hügeln und Schluchten eingefaßte Ebene wie ein Edelstein. LJ 544.1 Viele große Reisegesellschaften nahmen den Weg zum Fest über Jericho. Ihre Ankunft leitete stets eine hochgestimmte Zeit ein; doch diesmal bewegte das Volk von Jericho ein tieferes Interesse. Es hatte erfahren, daß sich der galiläische Rabbi, der kürzlich den Lazarus auferweckt hatte, in der Menge befand. Obgleich Gerüchte von Anschlägen der Priester zu sagen wußten, drängte es das Volk, ihm zu huldigen. LJ 544.2 Jericho gehörte zu den Städten, die von alters her den Priestern vorbehalten waren, und jetzt noch wohnte eine große Anzahl von ihnen in dieser Stadt. Ferner lebte hier eine Bevölkerung von außerordentlich unterschiedlichem Charakter. Jericho war ein großer Handelsmittelpunkt, in dem sich neben Fremden aus verschiedenerlei Gegenden römische Beamte und Soldaten aufhielten. Zudem machte das Eintreiben des Zolls die Stadt zur Heimat vieler Zöllner. LJ 544.3 Ein Oberster der Zöllner, Zachäus, war Jude und wurde von seinen Landsleuten verachtet. Sein Rang und seine Wohlhabenheit waren der Lohn für einen Beruf, den diese verabscheuten und der nur als eine andere Bezeichnung für Ungerechtigkeit und Wucher angesehen wurde. Dennoch war der reiche Zöllner nicht gänzlich der gefühllose Betrüger, der er zu sein schien. Unter dem Deckmantel von Eigennutz und Hochmut schlug ein Herz, das durchaus für göttliche Einflüsse empfänglich war. Zachäus hatte von Jesus gehört. Überallhin war das Gerücht von dem Einen gedrungen, der sich auch gegenüber den geächteten Menschenklassen freundlich und höflich verhielt. Der Oberste der Zöllner war von der Sehnsucht nach einem besseren Leben erfaßt worden. Johannes der Täufer hatte am Jordan, nur wenige Kilometer von Jericho entfernt, gepredigt, und dessen Bußruf hatte auch Zachäus vernommen. Die an die Zöllner gerichtete Anweisung: „Fordert nicht mehr, als euch verordnet ist“ (Lukas 3,13), war ihm zu Herzen gegangen, obwohl er sie äußerlich mißachtete. Er kannte die heiligen Schriften und war überzeugt, daß er falsch gehandelt hatte. Da er nun die Worte hörte, die von dem großen Lehrer stammten, fühlte er, daß er in den Augen Gottes ein Sünder war. Doch was er von Jesus gehört hatte, ließ Hoffnung in seinem Herzen aufflammen. Zu bereuen und sein Leben zu erneuern, war selbst bei ihm möglich. War nicht einer aus dem engsten Jüngerkreis des neuen Lehrers auch ein Zöllner gewesen? Zachäus begann sofort der Überzeugung zu folgen, die ihn überwältigt hatte, und an jenen Menschen, die er geschädigt hatte, wiedergutzumachen. LJ 544.4 Schon war er dabei, seinen bisherigen Weg zurückzuverfolgen, als die Kunde durch Jericho ging, daß Jesus in die Stadt einziehe. In Zachäus entbrannte der Wunsch, den Herrn zu sehen. Gerade erst begann ihm zu dämmern, wie bitter die Früchte der Sünde schmecken und wie mühsam der Pfad ist, auf dem er versuchte, sich von dem Unrecht abzuwenden. Mißverstanden zu sein und die Bemühungen seine Fehler wiedergutzumachen, mit Mißtrauen und Argwohn betrachtet zu sehen, das war schwer zu ertragen. Der Oberste der Zöllner sehnte sich danach, dem Einen ins Angesicht zu sehen, dessen Worte sein Herz so hoffnungsfroh gemacht hatten. LJ 545.1 Die Straßen waren gedrängt voll, und Zachäus, nur von kleiner Statur, konnte nicht über die Köpfe der anderen hinwegsehen. Keiner würde ihm Platz machen. So rannte er ein wenig der Menge voraus zu einem Maulbeerfeigenbaum, dessen Äste sich über den Weg breiteten. Der reiche Zöllner erklomm einen Sitz im Gezweig, von wo aus er die Kolonne überblicken konnte, wenn sie unter ihm vorüberzog. Die Menge kam näher und schritt vorbei, während Zachäus mit suchenden Augen den zu erkennen trachtete, den er zu sehen begehrte. LJ 545.2 Das Geschrei der Priester und Rabbis und die Willkommensrufe der Menge durchdringend, fand das unausgesprochene Verlangen des Obersten der Zöllner Eingang in Jesu Herz. Plötzlich, gerade unter dem Maulbeerfeigenbaum, verhielt eine Gruppe ihren Schritt, die ganze Begleitung stockte, und Jesus, dessen Blick in der Seele zu lesen schien, schaute nach oben. Der Mann im Baum glaubte nicht recht zu hören, als er vernahm: „Zachäus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute in deinem Hause einkehren.“ Lukas 19,5. LJ 546.1 Die Menge gab den Weg frei, und Zachäus ging, wie in einem Traum befangen, den Weg voran seinem Hause zu. Doch die Rabbis blickten grollend auf dieses Geschehen und murmelten unzufrieden und abschätzig: „Bei einem Sünder ist er eingekehrt.“ Lukas 19,7. LJ 546.2 Zachäus war von der Liebe und Zuneigung, die Jesus ihm, dem Unwürdigen, entgegenbrachte, überwältigt und sehr verwundert; und er verstummte. Nur die Liebe und Ergebenheit gegenüber seinem neugefundenen Meister öffneten ihm die Lippen. Er wollte sein Bekenntnis und seine Reue allen kundtun. LJ 546.3 Im Beisein der großen Volksmenge trat er „vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist Abrahams Sohn.“ Lukas 19,8.9. LJ 546.4 Als der reiche Jüngling gegangen war, hatten sich die Jünger über die Worte ihres Meisters entsetzt: „Wie schwer ist‘s für die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes zu kommen!“ Sie hatten einander gefragt. „Wer kann dann selig werden?“ Markus 10,24.26. Nun war ihnen die Wahrheit der Worte Christi veranschaulicht worden: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Lukas 18,27. Sie erkannten, wie ein Reicher dank der Gnade Gottes in das Himmelreich kommen konnte. LJ 546.5 Noch ehe Zachäus Jesus begegnet war, hatte er das begonnen, was ihn als echten Büßer auswies; noch ehe er von Menschen beschuldigt wurde, hatte er seine Sünde bekannt. Er hatte sich der Wirksamkeit des Heiligen Geistes überlassen und die Lehren auszuführen begonnen, die für das alte Israel ebenso geschrieben waren, wie sie für uns geschrieben sind, Gott hatte einst gesagt: „Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, daß er neben dir leben könne; und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, daß dein Bruder neben dir leben könne. Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag.“ 3.Mose 25,35-